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Das eigene Kind? Vaterschaftstest hilft

So zählt die Geburt eines Kindes zweifelsohne zu den schönsten Erlebnissen im Leben einer Frau. Gleichzeitig kann diese Zeit jedoch auch sehr beanspruchend für Mutter und Vater sein. Fragen wie „Bin ich wirklich der Vater des Kindes?“ können die anstehende Geburt schwer belasten. In diesem Fall kann ein Vaterschaftstest weiterhelfen. Direkt nach der Geburt können noch im Krankenhaus Proben aller Beteiligten genommen werden, um wenige Tage später Sicherheit über die Vaterschaft zu haben.


Jugendamt, Bundesministerium & Co. bieten Hilfe 



Spätestens seit dem Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes im Februar 2010 werden heimliche Vaterschaftstests als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 5000 Euro Strafe geahndet. Wer Zweifel an seiner Vaterschaft hat, für den gilt also im Allgemeinen: Genetische Untersuchungen zur Feststellung der Abstammung eines Kindes sind lediglich dann zulässig, wenn alle beteiligte Personen in die Untersuchung einwilligen. Ebenfalls Pflicht ist die Aufklärung aller Beteiligten über die anstehenden Untersuchungen. Die österreichische Gesetzgebung geht in diesem Punkt anders vor. Im Gegensatz zu Deutschland ist für die Durchführung eines normalen Abstammungstests nicht die Zustimmung aller Probanden erforderlich. Nichtsdestotrotz wird auch in Österreich darüber diskutiert, das Einsenden heimlich erworbener DNA-Proben in Testlabore als strafbar zu kennzeichnen.   



99-prozentige Sicherheit



Allzu oft fühlen sich betroffene Väter und Mütter von Zweifeln und Ängsten überwältigt – trotz oder gerade aufgrund der Möglichkeiten durch aktuell gültige Gesetzestexte. Hier kann die Eurofins Medigenomix Forensik GmbH Abhilfe schaffen. Dieses Labor bietet seit 15 Jahren DNA-Tests sowohl für Privatpersonen als auch für öffentliche Stellen an. Anhand von bis zu 31 DNA-Markern kann eine Vaterschaft auf diese Weise mit bis zu 99,9999-prozentiger Sicherheit festgestellt beziehungsweise mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit widerlegt werden. Weitere Hilfestellungen erhalten betroffene Familien beispielsweise vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Eine Anlaufstelle speziell für Mütter von unehelich geborenen Kindern bietet das zuständige Jugendamt. Dies gilt vor allem für die Feststellung einer Vaterschaft, sowie die anschließende Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen.                      



Vaterschaftstests im Ausland durchführen?



Wie bereits eingangs erwähnt, werden heimlich durchgeführte Vaterschaftstests seit dem Jahr 2010 mit empfindlichen Strafen von bis zu 5000 Euro geahndet. Stattdessen werden geprüfte Verfahren innerhalb der Bundesrepublik durchgeführt. Regelmäßig entscheiden sich Betroffene jedoch für die Durchführung eines solchen DNA- Tests im Ausland. Dieses Vorgehen mag zwar auf den ersten Blick Kosten sparen, birgt jedoch auch immense Risiken. Hierzu zählt beispielsweise die Gewährleistung gesetzlich vorgeschriebener Standards: Sowohl die Sprachbarriere als auch die Vorgänge innerhalb des ausländischen Labors sorgen häufig für unsichere Testergebnisse. Darüber hinaus kann ein ausländlisches Labor nicht für die Untersuchung des Ergebnisses durch einen qualifizierten Sachverständigen garantieren. So lohnt sich die Beauftragung eines akkreditierten Genlabors letztlich sowohl finanziell – schließlich ist ein weiterer Test aufgrund von Untersuchungsfehlern nicht nötig – als auch in Hinblick auf die Gesetzeskonformität.