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Wege aus der Herbst-Depression

Mit einigen wirksamen Maßnahmen kann man dafür sorgen, dass im Herzen wieder die Sonne scheint.

Petra, 32, weiß nicht, was sie im Moment mehr nervt: Die Müdigkeit, der Berg Bügelwäsche, das Läuten des Telefons, oder ihre Kinder, die quengeln und an ihr herumzerren. „Gebt mal kurz Ruhe!“ schreit Petra. „Ich brauche Ruhe!“ „Geht nicht,“ antwortet ihr Sohn Tommy, 4, lachend. „Die Ruhe ist auf Urlaub.“

Wie Lichtmangel das Gemüt verfinstert

Im Sommer hat seine Mama über diesen Scherz immer wieder gelacht, aber jetzt lässt sie einen so zornigen Brüller los, dass Tommy zu weinen beginnt. Petra geht zum Telefon. Eine Freundin meldet sich und fragt, ob sie am Abend zu Besuch kommen kann. „Nein, unmöglich, keine Zeit, Stress,“ grantelt Petra, knallt den Hörer auf das Telefon und vergräbt das Gesicht in ihren Händen. Noch vor wenigen Wochen hat sie sich über spontane Besuche gefreut. Jetzt aber macht sie schon allein der Gedanke an einen Überraschungsgast wütend. Was ist nur los mit mir, fragt sich Petra. So wie ihr geht es derzeit vielen Menschen: Mattheit, Gereiztheit, Lustlosigkeit, Energielosigkeit, gedrückte Stimmung, und der Hang, soziale Kontakte zu vernachlässigen – das sind einige der typischen Symptome einer Herbst- oder Winterdepression. Dazu kommt oft noch ein erhöhtes Schlafbedürfnis, die Unlust, in der Früh das Bett zu verlassen und ein mitunter schier unstillbarer Heißhunger auf Süßigkeiten. Eine Herbst- oder Winterdepression – von Experten „saisonal abhängige Depression“ genannt (SAD) genannt – erwischt irgendwann fast jeden. In Österreich muss sich in den Monaten Oktober bis März etwa jeder sechste Mensch mit den Symptomen einer Herbstdepression herumschlagen. Als Hauptursache dafür gilt der Mangel an natürlichem Licht. Künstliche, elektrische Beleuchtung liefert zwar Helligkeit, aber nur die Sonne kann den Körper zur verstärkten Produktion von Endorphinen (auch Glückshormone genannt) anregen. Deshalb sind wir im Sommer oft blendend gelaunt, fühlen uns besonders selbstsicher und energiegeladen. Wenn aber an trüben, nebligen Herbsttagen kaum ein Sonnenstrahl zu erhaschen ist, fehlen Endorphine – und die Stimmung schlägt um. Zum Glück gibt es mehrere Wege aus der Stimmungskrise.
 
So erobern Sie verlorene Glücksgefühle zurück

Die wichtigsten Sofort- beziehungsweise Präventivmaßnahmen gegen eine Herbstdepression sind Bewegung und Sonnenlicht. Empfohlen werden beide „Glücksbringer“ in einer Dosis von jeweils mindestens einer Stunde. Besonders effektiv ist daher eine Kombination beider Mittel, sprich: Bewegung im Freien. Wer dabei wirklich sportlich zu Werke geht, lässt seinen Körper das Glückshormon Dopamin ausschütten, und fühlt sich zum Beispiel nach einer schweißtreibenden Jogging-Einheit auch emotional fit. Wer eher zum Couch-Potatoe geboren scheint, und im Herbst auch noch vom schlechtem Wetter und den ersten Vorboten einer Depression (Mattheit, Lustlosigkeit,...) an Aktivitäten im Freien „gehindert“ wird, kann in einem Haustier einen wichtigen Verbündeten gegen die SAD finden. Besonders Hundebesitzer, die ja mit ihrem Wauwau bei jedem Wetter zumindest eine kurze Runde um den Block drehen müssen, können dabei wichtige Emotions-Pluspunkte sammeln. Zumal man beim Spaziergang mit einem Hund ja auch leichter mit anderen Menschen ins Gespräch kommt. Und soziale Kontakte können die trüben Gedanken schnell vertreiben. Aber auch andere Haustiere können bei einem möglichen Stimmungstief helfen. Sie spenden beziehungsweise verlangen Streicheleinheiten – und sie lieben „Frauchen“ und „Herrchen“ meist bedingungslos.

Auch Eigen-Liebe geht durch den Magen

Wer dem Heißhunger nach Süßem über die Maße nachgibt, tut sich damit auch in schweren Zeiten nichts Gutes. Schokolade kann zwar kurzzeitig die Stimmung heben, á la longue aber mit „Nebenwirkungen“ wie Hautunreinheiten oder Übergewicht Salz in die Wunden der Seele streuen. Tipp: Essen Sie lieber eine Banane, wenn Sie Lust auf Süßes haben. Bananen enthalten viel Magnesium, und das kann das Wohlbefinden steigern und „beruhigend“ wirken. Auch Nüsse und Linsen sind reich an Magnesium. Als Stimmungsaufheller gelten auch Lebensmittel, die viele Kohlenhydrate, und Serotonin enthalten. Das sind etwa Nudeln, oder Kartoffeln. Aber auch Johanniskraut kann bei trüben Gedanken Wunder wirken. Das Johanniskraut schöpft seine heilende Kraft aus dem roten Farbstoff Hypericin. Hypericin macht uns aufnahmefähiger für die positive Wirkung der Sonnenstrahlen. Und weil die im Herbst meist ohnehin rar sind, kann es auf keinen Fall schaden, ihrer Wirkung ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Tipp: Gönnen Sie sich regelmäßig eine gute Tasse Johanniskraut-Tee. Am besten zusammen mit einem lieben Menschen. Und am allerbesten schmeckt so ein heißer Tee nach einem Spaziergang durch neblige Herbstlandschaften. Da löst sich dann die Herbstdepression sehr oft schon in ihren Ansätzen in Rauch auf. 

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