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Unfruchtbare Männer

Hormone im Trinkwasser können die Spermienzahl von Männern deutlich reduzieren. Schlecht für Paare, die sich Nachwuchs wünschen.

Chemikalien im Trinkwasser könnten die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern gefährden. Das besagt eine britische Studie, die drei Jahre lang das Wasser aus 30 Flüssen Englands unter die Lupe nahm. Die Biologen fanden einen Mix chemischer Substanzen, die über den Wasserkreislauf in den Körper gelangen, beim Mann das Hormon Testosteron blockieren und damit seine Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Frühere Erhebungen hatten bereits die ansteigende Dosis des Frauenhormons Östrogen im Wasser als Ursache für die Verweiblichung männlicher Fische identifiziert. Die Studienleiterin betont, dass chemische Ursachen für Hormonschäden bei Tier und Mensch komplexer seien als angenommen. Dieselbe Kombination der die Fische schädigenden Chemikalien ruft beim Menschen wahrscheinlich dieselben Effekte hervor. Was genau zu dieser Verschmutzung führt, wird derzeit erforscht.

Männer mit Makel

Die Spermienzahl hat in den meisten Ländern Europas in den letzten Jahrzehnten abgenommen. Pflanzenschutzmittel, Biozide und weitere bereits seit Längerem verbotene Stoffe sind dafür hauptverantwortlich. Belastend wirkt sich auch der Wirkstoff der Antibabypille aus, der von den Kläranlagen nur teilweise aus dem Wasser gefiltert werden kann. Er stört die Eiablage bei Fischen und bei anderen Organismen der Natur. Die Fruchtbarkeit von Männern werde jedoch nicht vorrangig über das Trinkwasser beeinträchtigt. Die Chemikalien werden auch über Lebensmittel, Atemluft und Haut aufgenommen,
zudem beeinträchtigt die Lebensweise die Spermienqualität.

Wasser wird streng kontrolliert

Im Gegensatz zu Großbritannien wird in Österreich und Deutschland das Trinkwasser nicht vorrangig aus den höher belasteten Oberflächengewässern entnommen. Dadurch und aufgrund einer umfangreichen Klärtechnik sind die für die Fruchtbarkeit schädlichen Chemikalien im Trinkwasser nur im Mikrogrammbereich anzutreffen. Verschiedene Aufbereitungsprozesse reduzieren auch den Östrogengehalt im Trinkwasser derart, dass ein Mann mehr
Östrogen im eigenen Körper produziere, als er durch das Trinken aufnehmen würde. Zudem wird das Trinkwasser regelmäßig kontrolliert, wie auch bei der Förderung von Mineralwasser im Voraus ausgeschlossen werden muss, dass es Androgene enthält.

Hormone machen unfruchtbar

"Männliche Unfruchtbarkeit durch Chemikalien ist in der westlichen Welt ein sehr aktuelles Thema“, betont auch der Linzer Männerarzt Dr. Georg Pfau. Die
in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide würden durch die Umwandlung zu giftigen Xenoöstrogenen besonders den männlichen Hormonhaushalt beeinflussen. Möglichkeiten, diesen Substanzen in der Nahrung zu entkommen, gebe es wenige. Hingegen empfiehlt Pfau Männern einen bewussten Lebensstil zur Steigerung ihrer Fruchtbarkeit. „Bewegungsmangel und Übergewicht erhöhen den Östrogenspiegel, weshalb Sport und ausgewogene
Ernährung zu empfehlen sind, wie auch der Verzicht auf alle Arten von Suchtgiften. Denn ein großer Anteil der Fruchtbarkeitsstörungen ist auch auf Nikotin-, Alkohol- und Drogenkonsum zurückzuführen“, so der Androloge abschließend.

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