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UniStem Day – Stammzellen machen Schule

Der 16. März 2018 steht in mehr als 10 europäischen Ländern bereits zum 10. Mal ganz im Zeichen von Stammzellen. UniStem Day ist ein europaweiter Aktionstag für SchülerInnen, um über technologische Innovationen, neue Entdeckungen, ethische Aspekte und klinische Anwendungen auf dem Gebiet der Stammzellen zu sensibilisieren und zu informieren. Insgesamt beteiligen sich 74 Universitäten, Forschungsinstitute und Bildungseinrichtungen mit über 27.000 SchülerInnen am UniStem Day, der ganz im Zeichen von Information, Bewusstseinsbildung und Dialog steht. 

UniStem Day erstmals in Österreich 

Das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – und das Vienna Open Lab bringen diesen besonderen Tag der Stammzellen nun erstmals nach Österreich. Mit einem Vortrag führte Chukwuma Agu, Stammzelltechnologie-Experte am IMBA, die SchülerInnen in die faszinierende Welt der Stammzellen ein. „In jeder unserer Körperzellen steckt das Potenzial, sich in einen kleinen „Alleskönner“ zu verwandeln. Dazu sind spezielle chemische Signale notwendig, mit der wir eine Körperzelle zu einer Stammzelle „zurückprogrammieren“ können. Genauso wie ein Kind, dem alle beruflichen Möglichkeiten offenstehen, kann sich dann eine Stammzelle in jede beliebige Körperzelle weiterentwickeln,“ vergleicht Chukwuma Agu.

Über 120 neugierige SchülerInnen aus Wien hatten im Vienna Open Lab die Möglichkeit, mit echten iPS-Kulturen aus der IMBA hauseigenen Stammzelleinrichtung zu arbeiten. Im Rahmen eines Workshops konnten die SchülerInnen den Laboralltag mit Stammzellen hautnah erleben. Über die ethischen Dimensionen dieser Forschung wurde anschließend im Rahmen eines ethischen Rollenspieles reflektiert, SchülerInnen schlüpften etwa in die Rolle von ÄrztInnen, ForscherInnen, EthikerInnen oder PatientInnen.

„Wir freuen uns, dass UniStem Day im Rahmen unserer IMBA Stammzellinitative erstmals auch in Österreich stattfindet und wir mit dem Vienna Open Lab die Möglichkeit haben, neueste Technologien direkt in den Unterricht zu bringen,“ sagte Jürgen Knoblich, Stammzellpionier und Vizedirektor des IMBA. „Die Stammzellforschung lenkt die Medizin in eine völlig neue Richtung und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für die Therapie schrecklicher Krankheiten. Als Vater zweier Kinder ist mir der Austausch mit jungen Menschen ganz besonders wichtig und aus der Perspektive des Forschers ist es sehr spannend zu sehen, wie die junge Generation dieser Technologie und ihrer Möglichkeiten gegenübersteht – schließlich sind die SchülerInnen von heute die ForscherInnen von morgen,“ ergänzt Jürgen Knoblich.

Über iPS Zellen

Jede unserer Körperzelle kann sich – mithilfe bestimmter chemischer Signale – in eine Stammzelle verwandeln. Man spricht von sogenannten iPS Zellen. 2006 wurde diese Technologie vom Japaner Shinya Yamanaka entdeckt, nur 6 Jahre später folgte der Nobelpreis. Die Stammzellforschung macht es möglich, Ursachen für Krankheiten wie Krebs zu erforschen, als auch Therapien für Parkinson oder Epilepsie zu entwickeln. Sogar kleine Organmodelle können daraus gezüchtet werden, um zielgerichteter zu forschen und Medikamente zu testen.   

Über UniStem Day 

Das Anliegen des UniStem Day ist es, Wissen über den aktuellen Stand, die Entwicklung und das Potenzial der Stammzellforschung Schülerinnen und Schülern anzubieten. Aufbauend auf dem Schulwissen besitzen sie bereits ein weitgehendes biologisches Verständnis. Die Stammzellforschung entwickelt sich jedoch so schnell, dass sie sich kaum im aktuellen schulischen Lehrplan abbilden lässt. Daher freuen sich BiologielehrerInnen, über Initiativen wie den UniStem Day SchülerInnen Forschung und Wissen hautnah vermitteln zu können. Der UniStem Day möchte Neugierde fördern, Fragen vertiefen und Fakten vermitteln.



Foto/Quelle: Shutterstock/ Olesha Bilkei


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