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Schwangerschaftsdiabetes – was tun?

Der Blutzuckerwert kann sich während der Schwangerschaft verändern. In den meisten Fällen besteht kein Grund zu Sorge. Dennoch sollte nach der Geburt das Blut der Mama erneut untersucht werden, damit später kein Insulin gespritzt werden muss.

Bei etwa fünf bis zehn Prozent der Schwangeren tritt vorübergehend durch die Stoffwechselbelastung in der Schwangerschaft Diabetes auf. Bei unerkanntem Schwangerschaftsdiabetes kommt es bei dem Ungeborenen zu starker Gewichts und Größenzunahme und Anpassungsstörungen nach der Geburt. Aber: Viel zu wenige Frauen, die während der Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes erkranken, lassen 6 bis 12 Wochen nach der Entbindung erneut einen Zuckerbelastungstest machen.

Blutzuckerwert wieder normal

Bei den meisten Frauen geht der Blutzuckerwert unmittelbar nach der Geburt wieder auf Normalwerte zurück. Aber sie haben lebenslang ein erhöhtes Risiko, in späteren Jahren erneut an Diabetes mellitus sowie bei einer weiteren Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Jede 2. Frau erkrankt innerhalb weniger Jahre nach der Geburt ihres Kindes an Diabetes mellitus, oft lebenslang. Ist der Blutzuckerwert 6 bis 12 Wochen nach der Geburt immer noch erhöht, heißt die Behandlungsmaßnahme anders essen, mehr bewegen. Allein mit einer Lebensstiländerung lässt sich der Zuckerwert im Blut normalisieren und das Risiko für Diabetes senken.

Jährlich Blutzucker testen

Der Blutzuckertest sollte einmal pro Jahr wiederholt werden. Ist der Glukosewert einige Wochen nach der Entbindung normal, ist es ausreichend wenn die Frau diesen Test alle zwei bis drei Jahre beim Hausarzt oder beim Diabetologen erneut machen lässt. 
Bei dem so genannten oralen Glukose-Toleranztest (oGTT) werden zwei Messungen vorgenommen. Zunächst wird der Glukosewert im Blut nüchtern bestimmt. Der zweite Wert wird zwei Stunden nach dem Trinken einer Mischung aus 75 Gramm Traubenzucker und 300 ml Wasser genommen. Sind die Messwerte zu hoch oder stellt der Arzt die Diagnose Diabetes, muss sofort gehandelt werden. Je früher, desto besser sind die Chancen für die Erhaltung einer guten Lebensqualität. 
Immer mehr Frauen erkranken während der Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes. Die häufigste Ursache ist Übergewicht sowie eine zu starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Schwangerschaftsdiabetes ist gefährlich für Mutter und Baby, kurzfristig und langfristig. Aber Schwangerschaftsdiabetes lässt sich gut behandeln. Die erste Behandlungsmaßnahme heißt anders essen. Nur bei wenigen Frauen reicht eine Änderung des Speiseplans nicht aus. Bei ihnen ist die tägliche Gabe von Insulin nötig, um den Blutzuckerwert auf gesundem Niveau zu halten.

Die Folgen für Mutter und Kind

Folgen sind nicht nur erhöhte Risiken für Mutter und Kind bei der Geburt, sondern auch erhöhte Langzeitrisiken: Bei der Mutter steigt das Risiko, im späteren Leben einen Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln. Beim Kind kann eine „Zuckermast“ im Mutterleib infolge eines Schwangerschaftsdiabetes das spätere Risiko für Übergewicht, Diabetes mellitus und demzufolge auch Herz-Kreislauf-Krankheiten etwa verdreifachen. Diese Erkenntnis stammt aus einem relativ jungen Forschungsgebiet, der „perinatalen Programmierung“: Nach ersten Erkenntnissen werden Regelsysteme im Gehirn unter anderem für den Stoffwechsel und das Körpergewicht bereits während der Entwicklung im Mutterleib „eingestellt“.


„Programmierung“ vor der Geburt

Perinatale Programmierung bezeichnet einen Prozess, bei dem während „kritischer Entwicklungsphasen“ (pränatal, neonatal, frühkindlich) durch Einwirkung von Außenfaktoren wie Ernährung oder Hormonen die künftige Funktionsweise von Organen und Organsystemen dauerhaft festgelegt wird. Das heißt: Bereits vor der Geburt, in den ersten Wochen nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren „lernt das Kind fürs Leben“. Im Falle einer Störung dieser Programmierung können daraus im späteren Leben chronische Krankheiten wie Adipositas und Diabetes mellitus entstehen. Ein Beispiel für eine ernährungsabhängige Programmierung sind die Folgen erhöhter Insulinkonzentrationen beim Fetus und Neugeborenen, die typischerweise bei Kindern übergewichtiger und diabetischer Mütter auftreten: Der Energiebedarf des ungeborenen Kindes wird nahezu ausschließlich durch Glucose gedeckt. Ist die Blutglucosekonzentration bei der werdenden Mutter zu hoch, spiegelt sich das in der Höhe der Glucosekonzentration des Feten wider. Wiederholte oder kontinuierlich auftretende zu hohe Blutglucosekonzentrationen bei der Schwangeren führen zu einer Überversorgung des Feten mit Glucose und damit zu einer „Zuckermast“ des Fötus. Er reagiert darauf mit einer erhöhten Freisetzung von Insulin. Insulin ist das wichtigste Wachstumshormon während der Entwicklung im Mutterleib, das auch beim Fetus die Fettspeicherung stimuliert. So steigt mit der mütterlichen Blutglucosekonzentration auch der Körperfettgehalt des Neugeborenen. Und nach dem Konzept der perinatalen Programmierung erhöht die gesteigerte Insulinfreisetzung beim Fetus den Sollwert der Insulinsekretion: Die erhöhte Konzentration an Insulin wird im Zwischenhirn registriert und als „Norm“ gespeichert. Diese Fehlprogrammierung wird beibehalten und führt dazu, dass auf den Stimulus „Glucose“ mit einer erhöhten Insulinsekretion geantwortet wird, was im späteren Leben mit einem erhöhten Risiko für Adipositas und Diabetes verbunden ist.

Blutzuckermessung leicht gemacht

Mit dem Accu-Chek von Roche ist die Blutzuckermessung spielend einfach:

  • Kein Herausfallen der Teststreifen mehr – die clevere Dose hilft Ihnen, einzelne Streifen zu entnehmen
  • Große und saugstarke Auftragsfläche – tragen Sie einen kleinen Tropfen Blut an einer beliebigen Stelle entlang des breiten gelben Randes auf
  • Erhalten Sie das Messergebnis in weniger als 4 Sekunden 
  • Messen Sie bei jedem Licht dank hellem Display und Teststreifenbeleuchtung
  • Auswurf gebrauchter Teststreifen aus dem Messgerät per Knopfdruck


Fotos: Shutterstock, 
Roche Diabetes Care

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