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Aktion gegen Essstörungen bei Schülern

Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely hat gemeinsam mit dem Wiener Programm für Frauengesundheit die Aktion "Ich bin genau richtig! Schön in jeder Größe" gestartet. "Mit der Aktion wollen wir ein Zeichen setzen: für ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper, gegen unrealistische Schönheitsideale! Schönheit ist keine Frage der Kleidergröße, Schönheit ist eine Frage der Haltung!", betont die Gesundheitsstadträtin.

Schülerbefragung zeigt: Risiko für Essstörungen liegt bei 30%

Eine wichtige Zielgruppe der Aktion sind Kinder und Jugendliche. Schon dort gilt es Essstörungen entgegen zu wirken und ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper zu entwickeln. Wie notwendig bei dieser Zielgruppe Aufklärung ist, beweisen die Daten einer SchülerInnenbefragung: Das Wiener Programm für Frauengesundheit führte eine Untersuchung zum Thema Körperbild und Essverhalten von Wiener Schülerinnen und Schülern aller Bildungsstufen durch. Befragt wurden 1427 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren aus 33 Wiener Schulen (737 Schülerinnen und 592 Schüler). Die Befragung erfolgte mit Hilfe wissenschaftlich anerkannter Fragebögen (Eating Disorder Inventory (EDI) , SCOFF und Rosenberg Self-Esteem-Scale).

Die Ergebnisse der Wiener Schülerbefragung im Detail

+ Für 20 % der Mädchen zählt Gewicht und Körperform zum Sorgenthema Nummer 1. Familienkonflikte liegen deutlich darunter an 2. Stelle mit 13 %. 
+ 28 % der Schülerinnen und 20 % der Schüler gaben Gewichtsprobleme an. 
+ Schülerinnen haben ein doppelt so hohes Risiko für eine Essstörung als Schüler. 
+ Mehr als 3/4 der Schülerinnen wünschen sich eine untergewichtige oder stark untergewichtige Figur. 
+ 53 % der 16 jährigen Mädchen unternahmen bereits mindestens einmal einen Diätversuch. Dies trifft aber auch schon für 17 % der 12-Jährigen Mädchen zu. 
+ Knapp 1/3 der Schülerinnen und 14.5 % der Schüler haben starke oder sehr starke Angst vor einer Gewichtszunahme - vor allem Schülerinnen und Schüler einer NMS (21.4 %), sowie SchülerInnen mit erhöhtem BMI. 
+ In den neuen Mittelschulen hatten sowohl Schülerinnen als auch Schüler eine stärkere Tendenz zu Übergewicht und Adipositas als in AHS. 
+ Burschen in der NMS haben doppelt so häufig Übergewicht und Adipositas als Mädchen. In der AHS ist es genau umgekehrt: hier sind die Mädchen doppelt so häufig untergewichtig als die Burschen.

Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, Beate Wimmer-Puchinger, fasst zusammen: "Eines zeigen alle Studien auch international eindeutig: Schlankheit und Schönheitswahn trifft vor allem das weibliche Geschlecht und erschwert bereits im Volksschulalter die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins und Körpergefühls. Es ist ein gesellschaftliches Umdenken zurück zur normalen Körpervielfalt dringend angesagt!"

Fotoaktion mit Top-Fotografin Inge Prader

Für die Aktion "Ich bin genau richtig! Schön in jeder Größe" konnte die international gefragte Fotografin Inge Prader gewonnen werden. Sie und ihr Team haben Frauen und Mädchen mit Statements zum Thema fotografiert. Die Fotos wurden auf eine eigene Facebook-Seite (www.facebook.com/IchBinGenauRichtig) hochgeladen. Alle geposteten Fotos nehmen an einer Gewinnaktion teil. Auch von zuhause aus können nach dem Event noch 2 Wochen lang Fotos hochgeladen werden. Unter allen TeilnehmerInnen wird ein attraktiver Preis verlost: 1 Tag mit Inge Prader beim Fotoshooting der Stylebible für den kommenden Lifeball - als Zuseherin oder als Model.

Wiener Programm für Frauengesundheit: Body Politics im Fokus

"Es ist wichtig ein gesundes Selbstbewusstsein bereits bei Mädchen zu stärken und das Risiko für Essstörungen zu minimieren", so Wehsely, "das Wiener Programm für Frauengesundheit trägt seit über 15 Jahren maßgeblich dazu bei, dass sich die Gesundheit von Frauen und Mädchen verbessert - dazu zählt auch eine positive Beziehung zum eigenen Körper."

"Mädchen sind einem sehr starken medialen und sozialen Druck ausgesetzt. Daher engagieren wir uns in Schulen, um das Selbstbewusstsein und ein positives Körperbild zu stärken und unrealistische Vorbilder kritischer zu sehen," erklärt Wimmer-Puchinger.

Aktuelle Präventionsangebote zu Essstörungen: 
. Schulworkshops 
. Fortbildung der Gynäkologinnen und Gynäkologen gemeinsam mit der Wiener Ärztekammer 
. Diverse Informationsbroschüren für Jugendliche und das Gesundheitspersonal 
. Schulungen der Kindergärtnerinnen zu Körpermobbing

Ein wichtiges Angebot ist die anonyme und kostenlose Hotline für Essstörungen der Wiener Gesundheitsförderung GesmbH (WiG): 0800/20 11 20 - Mo-Do 12-17 Uhr. 
Und anonyme Emailberatung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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oto: Fotolia

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