Fasching 2 © detailblick - Fotolia.com Kopie

Zeit der Narren

Wer glaubt, während des Herbstes bereite man sich lediglich auf die Advent- und Weihnachtszeit vor, irrt gewaltig. Der 11. November stellt für sämtliche Faschingsliebhaber ein magisches Datum dar, denn an diesem Tag beginnen die Vorbereitungen für den eigentlichen Fasching, die Gilden veranstalten Sitzungen und organisieren ihre großen Feste, die nach Silvester ihrem Höhepunkt zustreben. Traditionell endet die Faschingszeit am Aschermittwoch, der im Jahr 2012 auf den 22. Februar fällt (Teile Tirols und Vorarlbergs bilden in diesem Zusammenhang eine Ausnahme, da dort der Fasching am 1. Sonntag in der Fastenzeit endet). Die Zeit vor diesem Tag gilt als eine der Fröhlichkeit, Ausgelassenheit und überschäumenden Lebensfreude, was vor allem in Deutschland mit bunten Straßenumzügen zum Ausdruck gebracht wird. Doch auch in Österreich hat der Fasching eine lange Tradition: Während in Wien Krapfen in allen Variationen angeboten werden, was gleichzeitig die Ballsaison einläutet, pflegt man in manchen Teilen des Landes seit Jahrzehnten unterschiedlichste Faschingstraditionen.

Villacher Fasching und Fasnacht

Im Jahr 1867 fand in Kärnten erstmals der „Villacher Fasching“ statt, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut und seit 1963 für beste Einschaltquoten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen sorgt. Der Umzug durch die Innenstadt am Faschingssamstag stellt den Höhepunkt des Villacher Faschings dar, auf dessen Sitzungen scharfzüngig über Politik und Weltgeschehen gerichtet wird.

Die Tiroler Fasnacht, deren Ursprung in grauer Vorzeit verortet wird, ist geprägt von schaurig-schönen Gestalten und alten Bräuchen, die man noch heute pflegt. In mehrjährigen Abständen finden Umzüge wie das Mullerlaufen in Thaur, das Schellerlaufen in Nassereith, das Schemenlaufen in Imst, das Schleicherlaufen in Telfs oder das Wampelerreiten in Axams statt. Kostüme, die man als Gewänder bezeichnen kann, sowie sehenswerte Larven (= Masken) machen den Fasching in Tirol komplett. Eine alte Tradition ist das Larch-, Block- oder Blochzieh’n, das früher dazu diente, unverheiratete Gemeindemitglieder zu verhöhnen, die vor einen entästeten Baum gespannt wurden und diesen durch das Dorf ziehen mussten. Das Fisser Blochziehen, das alle vier Jahre stattfindet, läutet den Frühlingsanfang ein. Der dabei verwendete 35 Meter lange Zirbenstamm steht für den Pflug, der die Felder für die Aussaat aufbricht.

Bärenjagen und Fetzenfasching

In der Steiermark veranstaltet man Faschingrennen, die zu den ältesten Fastnachtsbräuchen gehören. Man möchte mit Nachdruck den Winter vertreiben, verkleidete Burschen und Männer ziehen schon vor dem Morgengrauen von Haus zu Haus und machen ordentlich Lärm. In Pöllau am Greim ist eine Tradition erhalten geblieben, die fast ausgestorben scheint – das „Bärenjagen“, das in dieser Region alle fünf Jahre stattfindet. Der Ausseer Fasching wartet mit Figuren wie den Pless, die den Winter darstellen sowie den Flinserln, bei denen es sich um Frühlingsgestalten handelt, auf. In dieser Region vertreiben die so genannten Trommelweiber den Winter.

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