
Rasche Hilfe bei Husten, Schnupfen & Halsweh
Homöopathie unterstützt die Selbstregulation des Körpers ohne das kindliche Immunsystem und die im Reifungsprozess befindliche Darmflora zu stören. Deshalb eignen sich Homöopathika besonders gut für die Anwendung durch Eltern, die ihren Kindern – und sich selbst – bei diversen akut auftretenden Befindlichkeitsstörungen wie Husten, Schnupfen, Hals- oder Ohrenschmerzen helfen wollen.
Welches Mittel hilft?
Bei der Wahl des richtigen Arzneimittels muss man sich jedoch zuvor einige Fragen stellen, wie z.B. Welche Symptome spüre ich? Sind diese plötzlich aufgetreten? Wann verschlimmern sich meine Symptome und wann bessern sie sich? Die Wahl des richtigen Arzneimittels ist gar nicht so einfach. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt oder Ärztin mit Homöopathie-Diplom konsultiert werden.
Für den Notfall gewappnet
Mit einer kleinen homöopathischen Hausapotheke sind Eltern oft selbst in der Lage, akute Probleme bei ihrem Kind zu bewältigen. Eine einfach anzuwendende Möglichkeit für die Selbstbehandlung sind Komplexmittel, eine Kombination aus bewährten Einzelmitteln, die in der Apotheke für die gängigsten Beschwerden im Säuglings- und Kindesalter erhältlich sind. Sollten sich die Beschwerden allerdings nicht innerhalb kurzer Zeit – binnen Stunden oder maximal zwei bis drei Tagen – bessern, sollte möglichst rasch einen Arzt zur Rate gezogen werden.
Bewährte Einzelmittel bei Erkältungssymptomen
Aconitum napellus – blauer Eisenhut
Die Beschwerden setzen plötzlich ein: Entzündungen, Schmerzzustände, Fieber – manchmal als Folge von Kälte, Durchnässung, kaltem, trockenen Wind, Schrecksituationen. Fieber mit blassem Gesicht, ohne Schweiß.
Atropa bella-donna – Tollkirsche
Plötzliche, heftige Krankheitsverläufe. Der Kranke schwitzt „dampfend“ oder steht kurz vor dem Schwitzen. Heißer, roter Kopf und eiskalte Hände und Füße. Das Fieber kann heftig und hoch sein. Die betroffene Körperregion (Ohr, Hals, Haut usw.) ist dabei kräftig hellrot verfärbt. Pochende Kopfschmerzen. Die Beschwerden treten meist vor Mitternacht auf, werden oft als klopfend empfunden.
Chamomilla recutita – Echte Kamille
Fieber mit heißem, verschwitzten Gesicht. Eine Wange ist rot, die andere blass. Ist mit nichts zu beruhigen, wirft sich zornig herum. Oftmals beim Zahnen. Dazu stinkender, gelb-grüner Durchfall oder Ohrenschmerzen. Sehr müde, kann trotzdem nicht schlafen.
Echinacea angustifolia - Roter Sonnenhut
Bei den ersten Anzeichen von Schnupfen oder Erkältung, Heiserkeit, Husten. Infektionen aufgrund eines schwachen Immunsystems. Kinderkrankheiten. Auch bei Hautkrankheiten wird der Heilungsverlauf unterstützt.
Ferrum phosphoricum – Eisenphospat, Eisenblau
Die betroffenen Körperstellen (Augen, Ohren, Hals) werden rot und schmerzhaft, die akuten Beschwerden verlaufen in Wellen. Häufiges Nasenbluten. Man merkt nicht, wie hoch das Fieber ist, fühlt sich anfangs nicht wirklich krank. Wenig Schweiß, wenn, dann im Gesicht.
Pulsatilla pratensis – Küchenschelle
Bei Atemwegsproblemen, einer abwechselnd laufenden oder verstopften Nase, wenn ein gelblich-grüner, milder Schleim auftritt.
Bei Krampfhusten, in Verbindung mit gelblich-grünem Schleim, dazu Hustenanfälle abends, im warmen Zimmer, welche durch Hinlegen ausgelöst werden. Bei Grippe in Verbindung mit Fieber und Schüttelfrost, dazu kaum Durst und Ohrenschmerzen.
Bei Augeninfektionen in Verbindung mit gelblich-grünem Sekret, dazu besteht eine Lichtempfindlichkeit.
Je nach Empfehlung des Arztes werden niedrige Potenzen (D6/D12) im Akutfall stündlich maximal 6-8-mal täglich, sonst 2- bis 3-mal täglich als Gabe von z.B. 5 Globuli bis zur Besserung verabreicht – die Gabe von Hochpotenzen sollte dem homöopathischen Arzt bzw. Ärztin überlassen werden.
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