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Unser Papa wird zum Superman

Viele frischgebackene Eltern laufen trotz babybedingtem Schlafmangel im Job zur Höchstform auf. Ist dafür nur der ökonomische Druck verantwortlich? 

Peter, 29, fühlt sich seit der Geburt seines Sohnes Niklas bärenstark: „Wenn ich meinem Baby in der Früh vor dem Weggehen ein Busserl gebe, bin ich ganzen Tag gut drauf,“ erklärt der Versicherungs-Vertreter. „Durch diese Euphorie bin ich auch leistungsfähiger als jemals zuvor. Und wenn ich nach einem 12stündigen Arbeitstag nach Hause fahre, sitze ich mit einem breiten Grinser im Auto. Weil ich mich so auf Niklas freue.“

Peters neue Leistungsfähigkeit ist auch seinem Chef nicht verborgen geblieben: Kurz vor Niklas’ erstem Geburtstag konnte die junge Familie Peters Beförderung – inklusive Gehaltserhöhung und Sonderprämie – feiern. „Ohne Niklas hätte ich das alles nie geschafft,“ strahlt Peter. Können Babys ihre Eltern also mit Superkräften ausstatten? „Auf jeden Fall,“ lacht Peter, „zumindest mein Niklas kann das.“ 

Mit der Eltern-Werdung steigt das subjektive Anforderungsprofil

Euphorie ist die positive Bewertung dessen, was uns belastet, wissen Psychologen. Der ökonomische Druck und das subjektive Anforderungsprofil steigen, sobald man Kinder bekommt.

Viele Eltern stürzen sich in die Arbeit, bis sie komplett ausgepowert im Wellness-Urlaub landen – oder bei mir in der Psychotherapie. Da es nach wie vor in erster Linie die Mütter sind, die ihren Job aufgeben, lastet der ökonomische Druck in den meisten Familien vor allem auf den Männern. Die Folge: Sie wollen auf keinen Fall ihren Job verlieren und am besten möglichst schnell die Karriereleiter erklimmen.

Ernährer oder Erzieher?

Laut einer Studie geben zwei Drittel aller Väter vor der Geburt ihres Kindes an, dass sie sich eher als Erzieher sehen, und nicht als bloßer Ernährer. In der Praxis bleibt davon zumeist allerdings wenig übrig: So steigt die durchschnittliche Arbeitszeit der Männer von knapp über 30 auf über 40 Stunden pro Woche, sobald sie Väter geworden sind. Durch eine überdurchschnittliche Leistungsorientierung in allen Lebensbereichen, im Beruf, der Vaterrolle und der Partnerschaft, setzen sich junge Väter anscheinend unter einen extremen Erfolgszwang.

Neuer Spaß an der Arbeit 

Viele Eltern kämpfen um die richtige Balance zwischen Beruf und Familie, wobei Einschränkungen zumeist beim Privatleben – also bei der Familie – gemacht werden.

Die Belohnung dafür liefern die Assoziationsketten, die hinter dem Muss stehen. Jungeltern sind besonders stolz, etwas zu leisten, weil es jetzt ja nicht mehr nur für sie selbst, sondern für die Familie geschieht. Das Kind ist dabei Anlass und Ansporn zugleich. Außerdem beschäftigt man sich automatisch mehr mit der Zukunft, sobald man Kinder hat.

Das weiß auch Peter, der gerade auf der Suche nach einem geeigneten Hausplatz für die Familie ist und es kaum erwarten kann, Niklas im eigenen Garten herumtollen zu sehen. „Ich muss aber aufpassen, dass ich vor lauter Arbeit und Karriere nicht den Fokus auf meine Familie verliere.“

Foto: Krikkiat/Shutterstock

 

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